Wie ich auf den Hund kam…

Zu meinem Geburtstag bekam ich einen gelben weiblichen Labradorwelpen von meinen Eltern geschenkt, den ich auf den Namen „Minka“ taufte.

Minka begleitete mich 13 Jahre lang durchs Leben. Sie hatte ab dem 5. Lebensjahr ein schweres Herzleiden welches ihr verbot, wie bisher beim Reiten mit zu laufen oder beim Agility-Training mit zu machen. Ansonsten nahm ich sie zu allem mit und verbrachte soviel Zeit wie möglich mit ihr.

Meine Mutter schenkte mir zu Weihnachten, nach 6 Monaten Trauerzeit, einen neuen Welpen. Dieses Mal war es eine schwarze Labradorhündin da mich die Farbe nicht an meine alte Hündin erinnern sollte.

Ich war zuerst nicht gerade begeistert über ihre Idee aber als es sich die Kleine auf meinem Schoß im Auto gemütlich machte und den ganzen Rückweg lang dort schlief, war meine Trauerzeit jäh beendet. Ich durfte mir noch einen zusätzlichen Rufnamen für sie aussuchen und nannte sie „Brana“, was isländisch ist und „kleine Hexe“ bedeutet. Ihr kompletter Zuchtname lautet Batida Brana vom Rausche Berg.

Brana begleitet mich nun schon 16 Jahre lang durch dick und dünn, ist (fast) überall mit dabei und hat mir unzählige graue Haare aber doppelt so viele schöne Stunden beschert.

Ich habe mit ihr an etlichen Kursen mit anschließenden Prüfungen teilgenommen, die sie alle erfolgreich bestanden hat. Dabei stellte sich heraus, dass sie sich zwar für die Dummyarbeit begeistern konnte aber ihre eigentliche Passion das Jagen war. Nicht wirklich verwunderlich bei ihrer Abstammung!

Aus diesem Grund bildete ich meine Hündin dann primär auf der jagdlichen Ebene aus und erreichte mit Brana die spezielle jagdliche Leistungszucht. Diese Zuchtzulassung ist die höchste Stufe, die man erreichen kann und auch nur dann, wenn die Vorfahren des Hundes ebenfalls diverse Jagdprüfungen absolviert haben. So entsteht eine spezielle Zuchtlinie, die sich besonders für die jagdliche Arbeit eignet.

Diese Labrador Retriever sind wesentlich schlanker, hochbeiniger, muskulöser gebaut und besitzen mehr Temperament. Sie haben einen leichten Körperbau und man sieht ihnen auf den ersten Blick an, dass sie reine Leistungstiere sind. Sie eignen sich eher nicht als reiner Familienhund sondern wollen stets gefordert werden und benötigen eine Lebensaufgabe. Meine Labradore sind Allround-Talente und extrem menschenbezogen. Für sie ist es sehr wichtig, immer dabei zu sein – egal wo man ist und was man macht.

Mit Brana hat meine eigene Retriever-Zucht vor mittlerweile 12 Jahren begonnen. Mein Zwingername lautet: „Ballantrae’s Single Malt“. Ich züchte seit 2003 im DRC und bin ebenfalls Mitglied im LCD, VDH und FCI. Ich halte mich streng an die vorgegebene Zuchtordnung des DRC um möglichst gesunde, wesensfeste und apportierfreudige Retriever im Sinne der ursprünglichen Arbeitslinie zu züchten. 

Brana hatte insgesamt 11 Welpen in 2 Würfen bekommen. Aus dem letzten Wurf behielt ich 2 Hündinnen, eine schwarze und eine gelbe, die mittlerweile 8 Jahre alt sind. Sie heißen Ballantrae’s Single Malt Bethany, genannt „Emily“, und Ballantrae’s Single Malt Birna. So unterschiedlich wie ihre Farbe ist auch ihr Charakter. 

Ihre Zuchtzulassung haben sie bereits ohne besonderen Auflagen geschafft und einige Prüfungen mit Bravour absolviert!

Alle Informationen über den C-Wurf von Ballantrae’s Single Malt Bethany